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Psychotherapie

Veränderung beginnt,
wo der Blick nach innen möglich wird.
Nancy McWilliams
Schön, dass Sie Ihren Weg zu mir gefunden haben.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen kurz meine Arbeitsweise vorstellen.
Zu Beginn einer Therapie besteht meist der Wunsch nach Entlastung und Orientierung. Dafür braucht es einen verlässlichen und geschützten Rahmen, in dem Belastendes geteilt werden kann und eine erste Linderung von Symptomen möglich wird. Grundlage ist eine tragfähige, vertrauensvolle therapeutische Beziehung. Sie bietet Raum für alles, was Ausdruck sucht, und achtet zugleich respektvoll die persönlichen Grenzen des Patienten.
Der Fokus der Psychotherapie liegt auf nachhaltiger Veränderung. Mein Ansatz beruht auf der Integrativen kognitiven Verhaltenstherapie (IKVT). Die kognitive Verhaltenstherapie ist wissenschaftlich gut erforscht und sehr wirksam. Das Ziel ist es ein psychischen Problem - beispielsweise ein Selbstwertproblem - sowie dessen unerwünschten Auswirkungen (wie emotionale Turbulenzen, dysfunktionales Verhalten, Konflikte u.v.m.) zu beheben.
Nachfolgend erfahren Sie mehr über die Integrative Kognitive Verhaltenstherapie und mein Vorgehen. Wenn Sie einen persönlichen Termin vereinbaren möchten, schreiben Sie mir oder vereinbaren einen unverbindlichen Beratungstermin.
Kognitive Verhaltenstherapie

In der Verhaltenstherapie gehen die Therapeuten davon aus, dass persönliches Verhalten erlernt wird und daher auch wieder verlernt werden kann.
Das heißt, Verhaltensweisen, die notwendig sind, um das Leben zu bewältigen, können auch später noch gelernt werden. Außerdem können während der KVT fehlende Fertigkeiten aufgebaut werden. In der Verhaltenstherapie geht es also um das Erlernen von Fähigkeiten, die für Ihr Leben zielführend sind.
Die Verhaltenstherapie hat sich im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt: Kognitive Verhaltenstherapeuten blicken über das reine Verhalten hinaus. Denn Verhalten meint nicht nur, was man an Handlungsweisen und körperlichen Reaktionen beobachten kann. Verhalten beinhaltet auch Gefühle, Gedanken und wie jemand sich und seine Umgebung bewertet.
Bereits antike Philosophen haben erkannt,
„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen."
(Epiktet, *50 n. Chr.)
Es sind nicht bestimmte Situationen, Ereignisse oder Personen, die uns emotional belasten, sondern das, was wir darüber denken. Daher richten kognitive Therapeutinnen und Therapeuten ihren Blick besonders auf die kognitiven Prozesse – auf die Art und Weise, wie wir Dinge wahrnehmen, verarbeiten oder was wir über sie denken.
Denkmuster erkennen, prüfen, verändern
Bei diesem Zusammenhang zwischen Denken, Fühlen und Verhalten setzt die Kognitive Verhaltenstherapie an. Wir alle haben in gewissen Situationen blitzartig auftretende, automatische Gedanken wie „Das schaffe ich nie“, „Ich kann es keinem recht machen“, „Da habe ich versagt“. Darüber hinaus haben wir bestimmte Einstellungen und Prinzipien verinnerlicht wie „Ich muss perfekt sein“, „Ich darf keine Fehler machen“, „Wenn es anderen schlecht geht, muss ich helfen“. Wir folgen moralischen Werten und leben nach sozialen und kulturellen Normen – so wie wir es erlernt haben. Kurzum: Wir sehen die Welt durch unsere „Brille“.
Auf diese Weise haben wir– bewusst oder unbewusst – bestimmte Denkmuster verinnerlicht. Diese wirken auf unser Erleben, Fühlen und Handeln ein. Unser Gehirn ruft diese gut gelernten Denkschemata immer wieder ab – auch wenn sie nicht angemessen sind oder uns gar schaden.
In der kognitiven Verhaltenstherapie lernen Sie, diese nicht hilfreichen Lernerfahrungen und verinnerlichten Denkstile, Werte und Normen zu erkennen, zu prüfen, ob sie mit den tatsächlichen Gegebenheiten und Erfahrungen übereinstimmen – und gegebenenfalls zu verändern.


Moderne KVT - Blick über den Tellerrand
Im Sinne einer Integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie bezieht eine zeitgemäße KVT ebenso Aspekte, Techniken und Übungen anderer Verfahren mit ein. Beispielsweise lasse ich Methoden der sogenannten Dritten Welle der Verhaltenstherapie wie die Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) sowie die Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) in meine Arbeit einfließen.
Ressourcen aktivieren
Außerdem lege ich einen besonderen Fokus auf die Ressourcenaktivierung:
Wir blicken gemeinsam auf Ihre Stärken und entdecken vergessene Kraftquellen und Fähigkeiten wieder neu.

Für wen eignet sich die KVT?
Die Kognitive Verhaltenstherapie ist bei allen lerngeschichtlich erworbenen psychischen Erkrankungen zielführend. Sie hilft beispielsweise bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen sowie psychosomatischen Erkrankungen und Schlafstörungen.
Darüber hinaus können Sie mit den Techniken der KVT Antworten auf lebensphilosophische Themen wie Sinn- oder Wertefragen gewinnen.
Wenn Sie sich Ihrer Probleme bewusst sind und motiviert sind, etwas dagegen zu tun – dann ist diese Therapieform für sie gut geeignet. Ferner sollten sie in der Lage sein, über sich nachzudenken und Dinge zu hinterfragen.

Hilfe zur Selbsthilfe
Die Kognitive Verhaltenstherapie ist vor allem auch „Hilfe zur Selbsthilfe“. Das bedeutet, Sie lernen während der Therapie Methoden und Techniken kennen, die Sie auch später befähigen, eventuell auftretende Probleme selbst in den Griff zu bekommen.
Psychotherapie: Wie läuft das ab?

Das Erstgespräch
Nach einem ersten Telefonat lade ich Sie in meine psychotherapeutische Praxis in Bielefeld zu einem Erstgespräch ein. Dort lernen wir uns kennen und schauen gemeinsam, ob Sie an einem psychischen Problem leiden, bei dem ich Ihnen helfen kann und ob Sie die Hilfe annehmen möchten. Daraufhin erstelle ich eine vorläufige Diagnose. Wir sprechen über Ihre Erwartungen an mich und arbeiten Therapieziele heraus. Ich erkläre Ihnen anschließend wie eine Therapie bei mir aussehen wird.
Da psychische Beschwerden auch organische Ursachen haben können, ist es sinnvoll, dies vor Beginn der Therapie ärztlich abklären zu lassen. Auch das bespreche ich mit Ihnen. Wenn mein Befund ergeben sollte, dass es sich um eine schwere psychische Erkrankung handelt, werde ich Sie an einen Facharzt weiterleiten.

Die Therapie
In den nächsten Sitzungen gehen wir weiter in die Tiefe und ich erfrage Ihr Problem: Unter welchen emotionalen, kognitiven oder körperlichen Beschwerden leiden Sie? Ich schaue mir an, wie Ihr Problem entstanden ist und wodurch es aufrechterhalten wird.
Erst dann stelle ich eine endgültige Diagnose und lege gemeinsam mit Ihnen das Behandlungsziel fest. Auf dieser Basis erarbeite ich schließlich einen individuellen Behandlungsplan für Sie. Diesen erläutere ich Ihnen ausführlich.